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Pressespiegel





Fürstpropst bedient arme Männer
Kartage im alten Ellwangen – Fußwaschung nach dem Vorbild Jesu Christi am Gründonnerstag
Wenn Papst Franziskus am Gründonnerstagabend in der römischen Jugendstrafanstalt „Casal del Marmo“ die Abendmahlsmesse feiert, bekommt man einen ungefähren Eindruck, wie in der fürstpröpstlichen Zeit von Ellwangen der Beginn der Kartage begangen wurde.

Ellwangen. Wesentlicher Bestandteil der Messfeier am Gründonnerstag ist die Zeremonie der Fußwaschung nach dem Vorbild Jesu Christi, der den zwölf Aposteln in Jerusalem die Füße gewaschen hat.
In eine
r alten Handschrift, die heute in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart aufbewahrt wird, ist der religiöse Brauch überliefert, der jährlich am Gründonnerstag in der fürstpröpstlichen Zeit Ellwangens begangen wurde. Demnach wurde um 12 Uhr in der Stiftskirche St. Vitus ein Tisch vorbereitet, mit sämtlichen Utensilien und Geäten, die für den vorgesehenen Ritus benötigt wurden. Eine Stunde später gaben die Stiftsministranten in der Stadt mit hölzernen (Karfreitags-) Rätschen ein Zeichen, dass nun die Feier beginnt.
Die gläubigen Ellwanger begaben sich in die Stiftskirche. Unterdessen fanden sich alle Geistlichen des Chorherrenstifts im Hochchor der Kirche ein und zogen von dort in
einer feierlichen Prozession in das Hauptschiff. Dort angekommen, sang der Diakon das Evangelium von der Fußwaschung (Joh 13,1-15), ein anderer Geistlicher abwechselnd mit dem Chor die vorgesehenen Gesänge. Dem folgte die Fußwaschung. Der Fürstpropst kniete sich nieder und wusch den Stiftsherren und anderen Kirchendienern jeweils den rechten Fuß. Dabei assistierten ihm zwei Geistliche und reichten Fußbecke Kanne und Leintücher. Als diese symbolträchtige Handlung beendet war, folgte eine Predigt, in der der Sinn der Fußwaschung erläutert wurde. Im Anschluss an die kirchliche Feier lud der Fürstpropst zwölf arme Männer aus Ellwangen und Umgebung zu einem festlichen Mahl in das Schloss, wo er die Gäste persönlich bediente.
 
Mehr zum Brauch der Fußwaschung im Buch von Matthias Steuer „Ihro fürstliche Gnaden . . . Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, das im Rathaus und Buchhandel erhältlich ist.

© Schwäbische Post 27.03.2013
Erschienen auch in der Ipf- und Jagstzeitung vom 28.03.2013





Schlossführungen boomen
Neuer Flyer erschienen

 

Das Schlossmuseum Ellwangen hat einen neuen Flyer mit sämtlichen Führungsangeboten für Erwachsene herausgebracht. Auf acht Seiten sind insgesamt 12 Schlossführungen beschrieben, darunter auch die neuen Sonderführungen für das Jahr 2013.
Die geführten Rundgänge im Schloss erfreuen sich kontinuierlicher Beliebtheit. Museumsleiter Matthias Steuer erklärt: „Wir erreichen nahezu die Hälfte der Besucher über Führungen“. So nahmen 2012 3.521 Besucher an insgesamt 168 Führungen teil. Erfreulich ist die große Anzahl an Schulklassen und Kindern mit 50 Gruppen.
Zu den Spitzenreitern unter den Sonderführungen gehört die regelmäßig ausgebuchte Veranstaltung „Audienz beim Fürstpropst. Ein erlebnisreicher Abend im Schloss Ellwangen“, bei der die Teilnehmer auch die Kammern der Hofdiener auf dem Dachboden besichtigen können. Diese, wie die übrigen Führungen orientieren sich größtenteils an dem Buch „Ihro fürstliche Gnaden … Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, dem eine Seite im neuen Flyer gewidmet ist. Der Autor des Buches, Matthias Steuer, freut sich insbesondere vor dem Hintergrund des großen Stadtjubiläums im nächsten Jahr, dass die Teilnehmer durch das Buch die Möglichkeit haben, vieles über die Ellwanger Geschichte im Anschluss an die Führungen daheim nochmals nachlesen zu können.
Zu den neuen Sonderführungen gehört die „Wildschweinjagd im Hermelin“. Die Ellwanger Fürstpröpste waren teils eifrige Jäger. Die Führung beleuchtet die Jagd in ihrer repräsentativen Funktion. Anekdoten dürfen dabei nicht fehlen. Deshalb liest der Museumsleiter und Autor passend im Jagdzimmer des Schlosses ein Kapitel aus dem Buch über die Hofjagd „Ihro fürstlichen Gnaden“ vor.

 

 

Herausgegeben wird der bunt-bebilderte Flyer vom Geschichts- und Altertumsverein, dem Träger des Schlossmuseums. Matthias Steuer hat ihn konzipiert und die Texte verfasst. Erhältlich ist er ab sofort kostenlos im Schlossmuseum und bei der Tourist-Information im Rathaus. Die angebotenen Programme eignen sich besonders als Begleitprogramm für Geburtstage, Ausflüge, Weihnachtsfeiern oder Firmenjubiläen.
Bei der Durchführung der großen Anzahl von Führungen wird der Museumsleiter aktuell von sieben ehernamtlichen Museumsführer(innen) unterstützt.

Erschienen in: Ipf- und Jagstzeitung, 02.02.2013

 


Ellwanger Fasching Anno Domini 1592 –

mit Zucht und Bescheidenheit

Ellwangen ist eine Faschingshochburg im Ostalbkreis. Der Pennäler Schnitzelbank (Schwarze Schar), der Fasnachtsclub Virngrundkrähen, die Ellwanger Narrenpolizei, die Ellwanger Tintenschlecker, die Ellwanger Spitalweible, die zahlreichen Faschingsvereine und die Veranstalter der verschiedenen Fasnachtsumzüge in Ellwangen und den umliegenden Ortschaften und viele andere mehr sorgen für das närrische Treiben an den „Tollen Tagen“.

 Die Archivalien zur Stadtgeschichte belegen, dass es im Jahr 1592 für die Bevölkerung von Ellwangen ein Faschingsverbot gab. Zu dieser Zeit regierte Fürstpropst Wolfgang von Hausen. Dieser sah sich veranlasst, während seiner Regentschaft zahlreiche Verordnungen für seine Residenzstadt zu erlassen. Damals herrschten offensichtlich unter den Einwohnern zahlreiche Missstände und Missbräuche. Zudem begannen 1588 die leidvollen Hexenverfolgungen. Die verschiedenen, von Wolfgang von Hausen erlassenen Anordnungen sollten helfen, ein geregeltes Zusammenleben unter den Einwohnern zu ermöglichen. Nennenswert sind die große Ellwanger Stadtordnung von 1591, eine Schulordnung sowie Ordnungen für verschiedene Berufsstände.

Eine der zahlreichen Anordnungen befasst sich mit dem erwähnten „Faßnacht Verbott“. Es folgt in einer freien, im heutigen Deutsch verständlichen und lesbaren Übersetzung ein Auszug aus dieser fürstpröpstlich-ellwangischen Verordnung zur Fasnacht:

 „Faßnacht Verbott
Am 2. Februar 1592 in Ellwangen verkündet.

Liebe Freunde. Die Faßnacht, steht unmittelbar bevor und die Zeitläufe sind hin und wieder durch viele Ursachen beschwerlich. Darum so lässt der Hochwürdigste Fürst, Wolfgang, Probst und Herr zu Ellwangen, verordnen, dass alle Bürger und Untertanen das Umhergehen und Küchlein (Fasnachtsküchle) holen, auch Mummereyen (Verkleiden), nicht weniger das Juxen (Spaß machen), schreyen und dergleichen auf den Gassen, am Tag und bei Nacht sich gänzlich zu enthalten. Verboten ist, dass am Aschermittwoch Spülleuth (Musikanten) auftreten oder Tanz(veranstaltungen) stattfinden. Sollten einer oder mehrere Personen sich gegen (diese Anordnung) ganz frevelhaft und ungehorsam erzeigen, würde die Herrschaft gegen diese Tatzenstecken oder gar eine Leibesstrafe vornehmen. Erlaubt und zugelassen ist, dass ein jeder Bürger an Fasnacht einen oder mehrere Freunde oder Nachbarn zu sich in sein Haus zu Gast einladen darf. Dieses aber solle in Ellwangen ohne alles geschrey  und Ergernuß (Ärgernis), sondern allein mit höchster Zucht und ehrbarer Bescheidenheit zugehen. Dies geschieht alles nach ernstlichem Willen und Meinung ihrer fürstlichen Gnaden. Hiernach hat sich jeder zu richten und (solle sich) vor oben genannter Strafe hüten“.

Weitere Anekdoten und viel Wissenswertes zu den Ellwanger Fürstpröpsten findet sich in dem Buch von Matthias Steuer „Ihro fürstliche Gnaden... Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, das im Handel erhältlich ist.

 



Fürstpropst Wolfgang von Hausen. Abbildung aus dem Buch "Ihro fürstliche Gnaden... Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur".


Erschienen in: Ipf- und Jagstzeitung, 26.01.2013
und Schwäbische Post, 27.02.2013


Oberjägermeister bereitete fürstpröpstliche Wildschweinjagd vor

„Ellwanger Wildwochen“ Anno Dazumal

In Ellwangen werden in diesen Wochen die Wildwochen begangen. Die Veranstalter um die Ellwanger Gastwirte, den Hegering und die Ellwanger Jägerschaft bieten ein umfangreiches Programm rund um Wild und Jagd. Dabei stehen sie in einer langen Tradition, wie ein Blick in Ellwangens Vergangenheit zeigt. Schon dessen Gründung ist der wertvollen Sage nach einem Jagderlebnis zu verdanken: Der adelige Hariolf jagte im Virngrundwald einen Elch und gründet 764 das Benediktinerkolster, aus dem sich allmählich die Stadt herausbildete.

In der Barockzeit erlangte die Jagd in Ellwangen ihren Höhepunkt. Fürstpropst Franz Georg von Schönborn hatte sich besonders für die Parforcejagd, eine wilde Hetzjagd mit einer großen Hundemeute und berittenen Spezialpferden, begeistert. Mehrere Ofenplatten im Schlossmuseum mit Jagdszenen zeugen von der Leidenschaft der Ellwanger Landesherren. Allein 134 böhmische Hunde und 17 Pferde unterhielt Franz Georg zu diesem „Barocksport“.
Im Schloss Ellwangen gibt es zwei Hinweise auf die Wichtigkeit der Jagd in der Region: Unmittelbar im Anschluss an den bedeutendsten Raum des Schlosses, den Festsaal, befindet sich das so genannte „Jagdzimmer“. Fürstpropst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg ließ es im 18. Jahrhundert in die Repräsentationssuite einfügen. Die Stuckdecken des örtlichen Künstlers Melchior Paulus zieren naturalistisch wirkende Jagdszenen: Rehe, Wildschweine, Hirsche und Hasen werden von Jagdhunden angefallen.
In alten Schlossbeschreibungen wird mehrfach von einem fürstlichen „Hirschgarten“ am Schlosshang berichtet. In diesem wurde das Wild gezogen, um so „Nachwuchs“ für die Hofjagden zu haben. Auf zeitgenössischen Ansichten des Schlosskomplexes kann man diesen Tiergarten deutlich erkennen.
 

 

 

 


Höchster Verantwortlicher für die Jagden des Fürstpropstes in Ellwangen war der Oberjägermeister. Im 18. Jahrhundert gehörte dieses Amt zu den angesehendsten des gesamten herrschaftlichen Hofstaats.

Der 1739 im sächsischen Jagdschloss „Hubertusburg“ geborene Fürstpropst Clemens Wenzeslaus führte ein persönliches Jagdtagebuch. In ihm erfährt man anhand der Abrechnungen von den Ausflügen des Landesherrn, der sich selbst beim Waidwerk mit einem standesgemäßen Prunk umgab. So umfasste der Jagdzug 138 Pferde.
In seinem Buch „Ihro fürstliche Gnaden … Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“ zitiert Matthias Steuer einen zeitgenössischen Bericht über die Hofjagd von Clemens Wenzeslaus, der ein besonderer Liebhaber der Wildschweinjagd war. Diese und die übrigen Jagden wurden jedoch fast ausschließlich als Treibjagden durchgeführt, d.h. das Wild wurde nicht getötet, sondern gejagt und zu Fall gebracht. Nicht die Beute war das Vorrangige, sondern die Spannung und die gesellschaftliche Zusammenkunft in freier Landschaft sowie das festliche Beschließen der Jagd. Gejagt wurden Rehe, Hirsche, Gemsen und Wildschweine.
Lesetipp: Matthias Steuer: Ihro fürstliche Gnaden … Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur, 355 Seiten, 230 Abbildungen.

Erschienen in: Ipf- und Jagstzeitung, 27.10.2012
und Schwäbische Post, 02.11.2012



Buchtipp: Fürstpropstei Ellwangen

Der Leiter des Ellwanger Schlossmuseums hat mit diesem Buch nicht nur eine übersichtliche Zusammenfassung der Lebensbeschreibungen der 20 Fürstpröpste vorgelegt, die von 1460 bis 1802 die Fürstpropstei Ellwangen regiert haben. Er zeigt auch, welche Bedeutung der aus der im achten Jahrhundert gegründeten Benediktinerabtei entstandenen Propstei im Reichskirchensystem und in der Hausmachtpolitik großer Dynastien zukam. Vor allem aber nimmt er den Leser mit nach Ellwangen, zeigt ihm dort das Schloss und lässt ihn Episoden aus dem Leben einiger Pröpste, das Leben bei Hofe und den Alltag miterleben. Kurz ein detailreiches und unterhaltsames Geschichtswerk einer süddeutschen Herrschaft.

Klaus Kreitmeier. Erschienen in: St. Willibalds-Bote. Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 30, 22. Juli 2012



Der letzte Fürstpropst starb vor 200 Jahren
1803 endete die nahezu 350-jährige Herrschaft der Fürstpröpste in Ellwangen
 
Clemens Wenzeslaus von Sachsen war einer der mächtigsten Kirchen- und Landesfürsten seiner Zeit. War er doch Bischof von Freising, Regensburg und Augsburg, Erzbischof und Kurfürst von Trier und – Fürstpropst von Ellwangen. In diesem Jahr ist das Gedenken an seinen Todestag vor 200 Jahren.
 
Am 28. September 1739 wurde Clemens Wenzeslaus geboren und trat mit 21 Jahren die militärische Laufbahn an. Nach einer Erkrankung entschloss sich der junge Prinz für eine kirchliche Kariere. In Ellwangen erscheint Wenzeslaus seit 1770. Sieben Jahre später übernimmt er die Regierungsgeschäfte des nahezu erblindeten Fürstpropstes Anton Ignaz Fugger, bevor er selbst 1787 den fürstpröpstlichen Thron bestieg.
Clemens Wenzeslaus regierte in einer Zeit großer politischer Umbrüche. Als Fürst der Aufklärung waren ihm Vernunft und Bildung wichtige Grundsätze. Dem Zeitgeist zugetan, sah er die Wissenschaft als Ausgangspunkt für sein Handeln. Bezeichnend ist, dass er als Landesfürst als einziges Gebäude in Ellwangen das Schulhaus bei der Marienkirche errichtete. Noch heute ziert das Haus eine gusseiserne Tafel mit seinem Wappen. Während seiner Regierungszeit war Clemens Wenzeslaus nicht nur kultur- und bildungspolitisch aktiv, sondern er setzte eine ganze Reihe von Reformen um, die zu einer zügigen Modernisierung führten. Bei der Recherche für das Buch „Ihro fürstliche Gnaden …“ wurden allein 22 Landesverordnungen von Clemens Wenzeslaus gesichtet, die speziell für die Fürstpropstei Ellwangen erlassen wurden. Damit brachte er den autonomen Staat in einen mustergültigen Zustand. Allerdings machte sich Wenzeslaus bei seinen Ellwanger Untertanen auch unbeliebt; er reduzierte die kirchlichen, arbeitsfreien Feiertage von 38 auf 19. Das facettenreiche Leben von Clemens Wenzeslaus wird in dem Buch über die Fürstpröpste anschaulich beschrieben: Im Schloss gab Wenzeslaus mehrmals Audienzen, ging mit seinen Besuchern auf den Schönenberg zum Beten und Jagen im Forst, die Ellwanger feierten seinen Namenstag am 23. November 1801 mit dem Festspiel „Klemensfeyer“.
Der sogenannte Reichsdeputationshauptschluss von 1803 beendete die nahezu 350jährige Herrschaft der Fürstpröpste. Im Alter von 72 Jahren starb am 27. Juli 1812 der letzte Fürstpropst der Ellwanger Geschichte in seiner Sommerresidenz in Marktoberdorf, wo er in der dortigen Pfarrkirche seine letzte Ruhestätte fand.
 
An vielen Orten, in denen Clemens Wenzeslaus gewirkt hat, wird ihm in diesem Jahr mit speziellen Veranstaltungen gedacht. Neben Vorträgen und Tagungen finden in Koblenz verschiedene Ausstellungen statt. Der Jahresausflug des Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen am 7. Juli führt nach Marktoberdorf zur dortigen Schau über Clemens Wenzeslaus.
Im Schlossmuseum befinden sich zahlreiche Gemälde, Urkunden, Münzen und Medaillen des Kurfürsten. Museumsleiter Matthias Steuer hat eine neue Sonderführung mit dem Titel „Der Fürstpropst und die Kalte Ente“ ausgearbeitet, die auf den Spuren der interessanten Person Clemens Wenzeslaus in Ellwangen wandelt und demnächst angeboten wird.
Lesetipp: Matthias Steuer: „Ihro fürstliche Gnaden… . Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, 355 Seiten, 230 Abbildungen.
 
Erschienen in: Schwäbische Post vom 11.06.2012



Glanz und Elend in einer schmucken Residenzstadt


Ellwangens große Stunde schlug am 2. April 1460. An diesem Tag wandelte Kardinal Peter von Schaumburg, päpstlicher Kommissar und Bischof von Augsburg, das dortige Benediktinerkloster in ein Chorherrenstift um. Von nun an spielte Ellwangen gleichsam in einer höheren Liga. Erkennbar wurde das an Namen und Rang der zwanzig Fürstpröpste, die in den folgenden 350 Jahren das geistliche Territorium regierten. Ihre Konterfeis sind in einer Galerie im südlichen Querschiff der Ellwanger ehemaligen Stiftskirche St. Vitus versammelt.

 

Das Jahr 1460 markiert einen Einschnitt in der Stadtgeschichte. Von diesem Zeitpunkt an war Ellwangen Residenz. Eine rege Bautätigkeit verwandelte die Ansiedlung an der Jagst in ein Schmuckstück, das bis heute den Charme altertümlichen Glanzes verbreitet. (…).

Es ist ein großes Verdienst des Leiters des Ellwanger Schlossmuseums, Matthias Steuer, die Fürstentafel aus der ehemaligen Stiftskirche gleichsam zum Sprechen gebracht zu haben. In einem umfangreichen Text- und Bildband bringt der den Lesern die facettenreiche Geschichte der Pröpste und deren Persönlichkeit nahe. Auch das dunkelste Kapitel der Fürstpröpsteherrschaft wird nicht unterschlagen. (…).

 

© Thomas Moritz Müller
 Erschienen in: Katholisches Sonntagsblatt. Das Magazin für die Diözese Rottenburg-Stuttgart, Rubrik: Kulturmagazin, Nr. 8, 19. Februar 2012



Fürstpröpste sind die Publikumsmagneten

 
Neues Angebot im Ellwanger Schlossmuseum: „Geschichte(n) im Turmzimmer“ bieten einen Mix aus Unterhaltung und Information
 
 
Matthias Steuer wird im Turmzimmer des Schlosses über das Leben der Ellwanger Fürstpröpste berichten. Dazu liest er unter anderem auch aus seinem neusten Buch „Ihro fürstliche Gnaden“ vor.

Die Ellwanger Fürstpröpste und ihre Geschichte – das fasziniert die Menschen noch heute. Ein Beleg dafür liefert das Schlossmuseum. Die seit August 2011 angebotene Sonderführung „Audienz beim Fürstpropst“ hat sich zu einem unglaublichen Publikumsrenner entwickelt. Jetzt plant Museumsleiter Matthias Steuer ein neues Angebot, dass die Fürstpröpste in den Mittelpunkt stellen wird. Am 15. Januar, 14.30 Uhr, wird erstmals zu „Geschichte(n) im Turmzimmer“ gebeten.
 
Unfassbare 150 Anrufer haben am vergangenen Donnerstag im Schlossmuseum angerufen. Alle wollten sie noch ein Plätzchen ergattern – für die Sonderführung „Audienz beim Fürstpropst“ im Schlossmuseum. Die meisten der Anrufer schauten am Ende in die Röhre. Denn mehr als 35 Leute nimmt Museumsleiter Matthias Steuer bei seinen Führungen grundsätzlich nicht mit. „Wenn die Gruppe zu groß wird, leidet immer die Atmosphäre“, sagt Steuer. Darüber hinaus gebe es aber auch ganz praktische Gründe für die begrenzte Teilnehmerzahl. Denn im Turmzimmer – hier endet die Sonderführung stets mit einem abendlichen Umtrunk – fänden nicht mehr als 35 Menschen Platz.
 
Das Turmzimmer spielt auch eine zentrale Rolle beim neuesten Angebot, des kreativen Museumsleiters, der es mit seinem Engagement immer wieder schafft, die Menschen für das Schlossmuseum und damit auch für die Ellwanger Heimatgeschichte zu begeistern. Am 15. Januar stellt Steuer dazu sein jüngstes Kind vor. Dann wird er erstmals zur „Geschichte(n) im Turmzimmer“ bitten. Die Veranstaltung soll ein unterhaltsamer, kurzweiliger, aber auch informativer Mix aus Vortrag und Lesung sein. In gemütlicher Runde, bei Punsch und Gebäck, wird wieder tief in die Ellwanger Stadtgeschichte eingetaucht.
 
Wie schon bei der Themenführung „Audienz beim Fürstpropst“, so orientiert sich auch dieser Nachmittag im Turmzimmer an dem jüngst erschienen Buch „Ihro fürstliche Gnaden – Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, das ebenfalls aus der Feder von Matthias Steuer stammt.
 
Wissenswertes, Merkwürdiges und Anekdoten über die ehemaligen Herrscher der Stadt werden aufgerollt. Wie sind die Fürstpröpste damals zum Beispiel gereist, wie erlebten sie ihre Kindheit? Wie sah das Protokoll am Hofe aus? Um solche und andere Fragen wird es sich an dem Nachmittag drehen. Dazu werden Originaldokumente gezeigt, etwa die Prahlsche Karte oder ein Almanach aus dem Jahre 1697. Ebenso Fotografien mit Seltenheitswert, zum Beispiel eine Aufnahme von der fürstpröpstlichen Kutsche aus dem Jahre 1960. Von der antiken Kutsche fehlt seither jede Spur.
 
Ergänzt wird der Vortrag zudem durch einige Abstecher zu Museumsobjekten, etwa zur Barockkrippe, die das damalige Hoflebens besonders gut widerspiegelt. Und auch die wunderbaren Ausblicke vom Turmzimmer, das normalerweise für Schlossbesucher normalerweise unzugänglich ist, können an diesem Nachmittag genossen werden. Von hier hat man beste Sicht auf das Ellwanger Stadtzentrum, den Hohenberg und die Schönenbergkirche.
 
„Das Ganze soll spannend und kurzweilig sein. Ich denke, wir haben da wieder eine gute Mischung gefunden, bei der niemandem langweilig werden wird“, ist Steuer überzeugt. Der Museumsleiter legt seit jeher größten Wert darauf, Geschichte „möglichst anschaulich und lebendig“ zu vermitteln. „Ich versuche immer, bei den Leuten ein Gefühl zu wecken, wie das Leben vor 250 Jahren in Ellwangen aussah. Da ist es natürlich hilfreich, dass wir uns im Schloss an Originalschauplätzen bewegen können.“
 
Für das neue Angebot „Geschichte(n) im Turmzimmer“ ist bisher nur ein einziger Termin vorgesehen: am Sonntag, 15. Januar um 14.30 Uhr. Sollte der Infotainment- Mix allerdings ähnlich gut ankommen wie die Sonderführung „Audienz beim Fürstpropst“, werden weitere Termine folgen. Für die Sonderführung „Audienz beim Fürstpropst“ gibt es am 7. und am 27. Januar zwei weitere geplante Termine, es sind nur noch wenige Restplätze frei.

© Alexandra Rimkus
Erschienen in: Schwäbische Post vom 05.01.2012



Ihro fürstliche Gnaden ...

Ellwangen war über 100 Jahre eine katholische geistliche Residenz, von der Gründung im Jahre 764 als Benediktiner-Abtei über die Fürstpropstei bis zur Säkularisation im Jahre 1803. Die geistliche und weltliche Herrschaft wurde in diesem Kleinstaat gleicherweise von den mehr als 40 Äbten und 20 Fürstpröpsten ausgeübt. Beinahe wäre Ellwangen dann noch Sitz des neuen Bistums geworden. Doch der neue württembergische König Wilhelm favorisierte nicht Ellwangen, sondern Rottenburg am Neckar.

Die Geschichte der Fürstpropstei Ellwangen zwischen 1460 und 1803 ist nun in dem soeben erschienenen Buch "Ihro fürstliche Gnaden ... . Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur" von Matthias Steuer, dem Leiter des Ellwanger Schlossmuseums, neu erarbeitet und präsentiert worden. In dem stattlichen Band, zugleich Nachschlagewerk wie Lesebuch, bestens mit neuen Bildern und Dokumenten illustriert, spiegeln sich nicht nur die politischen Verbindungen der meist hochrangigen Fürstpröpste oder ihre vielseitige Bautätigkeit in Ellwangen, zumeist zu Zeiten der Renaissance und des Barocks. Matthias Steuer schildert auch das Leben am Hofe, deutet die Frömmigkeit der geistlichen Herrscher oder auch das überaus strenge Regiment bei der Verfolgung angeblicher Hexen.

Dass in einem solchen Kleinstaat nicht eben nur Kleingeist herrschte, beweist ein Blick auf das damalige Ellwanger Schulwesen. Fürstpropst Johann Rudolf von Rechberg ermöglichte es etwa den Jesuiten, im Jahre 1657 die damalige Klosterschule zu einem Voll-Gymnasium auszubauen - das zweite dieser Art im heutigen Württemberg. Stiftsdekan Ignaz Desiderius von Peutingen, Stellvertreter des Propstes, hinterließ der Schule eine komplette Sammlung mathematisch-naturwissenschaftlicher Geräte, noch heute im Tresor des Ellwanger Gymnasiums. Und das Schulsystem des letzten Ellwanger Fürstpropstes Clemens Wenzeslaus war besser als das des Königs von Württemberg.

Amüsantes darf in dem Buch von Matthias Steuer nicht fehlen. So entging Fürstpropst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg, Hoch- und Deutschmeister, im Jahre 1709 nur knapp einer Entführung. Er wurde in Schlangenbad im Rheingau von einer französischen Räuberbande überfallen, doch die örtlichen Bauern und Winzer konnten ihn wieder befreien.

Clemens Wenzeslaus, ein Sohn des Königs von Sachsen, liebte die Jagd auf Wildschweine. Zu den Treibjagden rund um das Ellwanger Schloss waren auch viele Gäste geladen, sodass die Jagd mit wilder Geselligkeit bei deftigem Schmaus und Trank endete.

Dem Autor ist es gelungen, das Leben in der Residenz, nicht nur am Hofe, sondern auch in der Stadt und in der Herrschaft, die bis Oberkochen und Bühlertann reichte, zu beschreiben und lebendig werden zu lassen. Er hat umfangreiches, bisher unbekanntes Quellenmaterial ausgeschöpft. Die hervorragende Illustration mit farbigen Porträts, mit Landschaften und Palästen, mit Original-Dokumenten und Skizzen fesseln den Leser von der ersten Seite an.

Dr. Rudolf Grupp
Erschienen in: Blickpunkte. Mitteilungen der Freunde der Ellwanger Gymnasien, Nr. 9/2011, S. 16/17




„Ihro fürstliche Gnaden“.

Der Ellwanger Museumsleiter Matthias Steuer gibt in seinem neuen Buch informativ und unterhaltsam einen Überblick über das Leben und Wirken aller 20 Ellwanger Fürstpröpste von 1460 bis 1802. Nicht nur Daten und Fakten, auch zahlreiche Geschichten und Anekdoten aus dem Hofleben machen dieses Buch sehr lesenswert. (…).

Erschienen in: energie & leben. Kundenzeitschrift der Stadwerke Ellwangen, 5/2011



Regionales & Historisches

Ein gewichtiges historisches Werk legt Matthias Steuer mit "Ihro fürstliche Gnaden ... . Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur" vor. Der Leiter des Ellwanger Schlossmuseums, des einstigen Sitzes der Fürstpröpste, schildert Leben und Wirken von 20 Fürstpröpsten (1460 bis 1802), ergänzt mit vielen historischen Abbildungen und Originalzitaten.

Erschienen in: Blätter des Schwäbischen Albvereins, Nr. 3/2011, S. 58



Matthias Steuer hat das Leben aller 20 Ellwanger Herrscher unter die Lupe genommen

Einblicke in deren höfischen Alltag, historische Ereignisse während ihrer Herrschaft oder „Schauessen“ im Thronsaal des Schlosses – Matthias Steuer hat in seiner Eigenschaft als Leiter des Schlossmuseums seine fleißigen Recherchen über das Leben aller 20 Ellwanger Fürstpröpste jetzt in einem Buch veröffentlicht. Wie umfangreich und auch bedeutend deren Herrschaft in der Zeit von 1460 bis 1803 war, lässt sich an den Aufzeichnungen im Ludwigsburger Staatsarchiv messen, welche dort in den Regalen eine Länge von 700 Metern einnimmt.

„Ihro fürstliche Gnaden“, so die offizielle Anrede der Fürstpröpste, waren immerhin Herrscher über etwa 20 000 Menschen auf einem 640 Quadratkilometer großen Landstrich zwischen Hall und Dinkelsbühl, Oettingen und Lauchheim, Aalen und Schwäbisch Gmünd und wird dadurch unterstrichen, dass sie zwar von den Ellwanger Chorherren gewählt, aber immer vom Kaiser ernannt und vom Papst bestätigt wurden. Mit Sitz und Stimme im Reichstag waren sie die ersten Stellvertreter des Kaisers. Dass sie mindestens 30 Jahre alt, mit der Priesterweihe versehen und Doktor der Theologie oder Juristerei sein mussten, traf freilich nicht immer zu, denn Albrecht von Rechberg wurde bereits im zarten Alter von 14 Jahren inthronisiert.

Steuer hat mit diesem amüsant und kurzweilig geschriebenen Buch nicht nur die Lebensgeschichten der Herrscher, sondern auch die Bedeutung Ellwangens und viele interessante Details aufgezeigt. Es wird noch mehr an Bedeutung gewinnen, wenn die Stadt in drei Jahren ihr Fest der 1250-jährigen Stadtgründung begeht. Immerhin hat beispielsweise Franz Ludwig während seiner 38 Jahre währenden Regentschaft nicht nur die Schönenbergkirche wieder aufgebaut, sondern unter anderem auch das Dekanatshaus, das heutige Landgericht oder große Teile des Schlosses errichtet.

© Ostalb Medien GmbH - Ipf- und Jagst Zeitung/Aalener Nachrichten. Erschienen am 16.09.2011



So kriegt das nur Steuer hin

Noch unterhaltsamer und zugleich so sachkundig können Führungen durchs Ellwanger Schloss nicht sein

von Dorothea Gundling

Matthias Steuer hat sich als Nachlese zu seinem viel beachteten Buch „Ihro fürstliche Gnaden – die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“ etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Unter dem Motto „Audienz beim Fürstpropst“ bietet der Leiter des Schlossmuseums Sonderführungen an, die sich vor allem mit der besonderen Lebensweise der auf dem Schloss ob Ellwangen residierenden geistlichen und weltlichen Herrscher beschäftigen.

Ellwangen. Geboten wird bei diesen Führungen Heimatgeschichte pur. Geschichtliche Daten, vermischt mit historischen Schmakerln, auf eine ganz persönliche Art und Weise darzubieten, das kann so wohl nur Matthias Steuer, waren sich die Zuhörerinnen und Zuhörer am Ende der fast zweistündigen „Premiere“ der Führung am Freitagabend einig.

„Das macht der junge Mann echt gut“, meinte eine ältere Dame aus Remshalden, die zusammen mit Freunden aus Ellwangen den Weg zur „Audienz beim Fürstpropst“ auf das Schloss gefunden hatte. „Wir sind von der Führung restlos begeistert“, freute sich ein Ehepaar aus Pfahlheim.

Matthias Steuer als versierter Kenner fürstpröpstlichen Lebens von 1460 bis 1802 auf dem Schloss und in der Stadt Ellwangen schaffte es nahezu mühelos, die Neugierde der bunt zusammengewürfelten Truppe aus rund 60 Leuten im Verlauf der fast zweistündigen Führung immer weiter zu steigern, von der geheimnisvollen Kammer des Hofmalers Christoph Thomas Scheffler auf dem Dachboden über die Kapellenloge der Fürstpröpste bis hin zum Höhepunkt im Turmzimmer des Schlosses. Dort servierte er seinem staunenden Publikum nicht nur einen leckeren Nach(t)runk bei Kerzenlicht, sondern las vor den nachtdunklen Fenstern des Turmzimmers auch aus seinem Buch „Ihro fürstliche Gnaden“. Darin erzählt er überaus anschaulich von den glanzenvollen Zeiten bei Hofe. Wobei es der letzte Fürstpropst Clemens Wenzeslaus von Sachsen besondes bunt getrieben haben dürfte. Die Feste mit an- und abreisenden Gästen, die Audienzen und Vergnügungen bei Hofe wollten, so der Autor, unter dessen Herrschaft kein Ende nehmen. „Die Möbel in den Wohnräumen des Schlosses waren mit Blattgold verziert, es gab 36 mit grünem und rotem Stoff überzogene Sessel, Tische mit silbernen Borden und an den Fenstern lange, weiße Vorhänge.“ Der die Fürstpröpste umgebende Hofstaat habe, so Steuer, zeitweise bis zu 150 Personen umfasst. „Und alle lebten und arbeiteten auf dem Schloss.“

Für viele Zuhörerinnen und Zuhörer völlig neu war, dass der heutige Thronsaal zu Zeiten der Fürstpröpste der Speisesaal war, zu dem hin und wieder auch das einfache Volk Zugang hatte – allerdings erst nach dem Erwerb einer Eintrittskarte: „Da standen die Leute in Dreierreihen an den Wänden des heutigen Thronsaales und schauten staunend zu, wie die hochwohlgeborenen Herrschaften speisten.“

 

 

 Auf die geheimnisvolle Kammer von Hofmaler Christoph Thomas Scheffler auf dem Dachboden des Schlosses (links) waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung besonders neugierig.Ganz zum Schluss gab´s aus adeliger Hand noch ein süßes Schmankerl (oben), ein „kleines Fürstpröpstchen“. (Fotos: Grundling)

 © Schwäbische Post 07.08.2011



Rezension von Matthias Steuers „‘Ihro fürstliche Gnaden….‘ Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur.“

Es scheint auf den ersten Blick paradox: Im Zug der Globalisierung erfährt besonders die Regional- bzw. Heimatgeschichte eine zunehmende Bedeutung und Popularität. Doch gerade sie ist es, die einer sich verschärfenden modernen kulturellen Nivellierung entgegenwirkt, Identität kreiert und Regionen Eigenstellungsqualitäten verschafft. Matthias Steuers verdienstvolle, umfassend recherchierte Monographie „‘Ihro fürstliche Gnaden….‘ Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur.“ zeigt ferner, dass Regionalgeschichte immer auch im größeren Kontext zu begreifen ist. Das Thema der Fürstpröpste atmet per se schon diesen größeren Atem der Geschichte; die meisten der hochwohlgeborenen Herren, die das geistliche Fürstentum Ellwangen zwischen 1461 bis zur Säkularisation 1803 verwalteten,
amtierten gleichzeitig als hohe und höchste Würdenträger in anderen Regionen des Alten Reichs, waren Bischöfe von Trier, Mainz, Regensburg, Würzburg, Worms oder Eichstätt oder Hochmeister des Deutschen Ritterordens. Matthias Steuer, als Leiter des Ellwanger Schlossmuseums ausgewiesener Experte des Themas, lässt die Zeit wieder auferstehen, als Ellwangens Kopfsteinpflaster von den Kutschen der Herren von Schönborn, Fugger, Pfalz-Neuburg oder Waldburg widerhallte. Dass das glanzvolle Zeitalter der Fürstpröpste mit Clemens Wenzeslaus, Prinz von Polen und Herzog zu Sachsen aus dem Haus der albertinischen Wettiner seinen Schwanengesang erlebte, zeigt abschließend noch einmal den internationalen Charakter des Visionen von Nationalstaaten, sondern von Dynastien bestimmt war.


Dr. Thomas Freller
Erschienen im "Xaver. Das Kultur- und Veranstaltungsmagazin für Ostwürttemberg", Juli 2011




Historisches mit Unterhaltungswert

Buchvorstellung: „Ihro fürstliche Gnaden“ von Matthias Steuer ist noch druckfrisch bereits ein Erfolg

Eine illustre Gästeschar hatte sich am Dienstagabend zur Vorstellung des Buches „Ihro fürstliche Gnaden” durch Museumsleiter und Autor Matthias Steuer auf dem Schloss ob Ellwangen eingefunden.

von Dorothea Gundling


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Dr. Eugen Hafner aus Aalen war einer der Ersten, die im Anschluss an die Vorstellung das neue Buch „Ihro fürstliche Gnaden“ von Autor Matthias Steuer signieren ließen. (Foto: dog)

Ellwangen. Mit dieser Neuerscheinung – in einer ganzen Bücherreihe zur Geschichte Ellwangens – biete Matthias Steuer erstmals eine zusammengefasste Beschreibung vom Leben und Wirken aller 20 Fürstpröpste von 1460 bis 1802, sagte der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins Ellwangen, Joachim Renschler, in seinem Grußwort. Und weiter: Das Buch sei für den Verein „ein richtiger Glückstreffer“. Zumal in den bislang erschienenen Jahrbüchern nichts Vergleichbares über das Leben und Wirken der insgesamt 20 Regenten vorliege. Darüber hinaus sei das 1975 letztmals veröffentlichte Register über die Pröpste von Matthias Steuer in mühevoller Kleinarbeit ergänzt worden. Letztendlich entstanden sei ein unterhaltsames und interessantes Buch mit einem besonderen historischen Charakter.

Als er vor sieben Jahren mit dem Schreiben an dem neuen Werk begonnen habe, hätte er nie gedacht, dass das Buch mit insgesamt 355 Seiten eine derart umfangreiche Materialsammlung über die Fürstpröpste enthalten werde, erklärte der Autor Matthias Steuer danach den Gästen. Zumal es ihm vordergründig nur um die Veröffentlichung einer soliden Lebensbeschreibung der insgesamt 20 Fürstpröpste gegangen sei. Wenngleich er sich zu Beginn seiner Recherchen schon ein wenig gewundert habe, dass dazu bis dahin in der Ellwanger Literatur so gut wie nichts zu finden gewesen sei. Immerhin habe Ellwangen zur Zeit der Fürstpröpste auch überregional eine große Bedeutung gehabt.

Zu erwähnen sei hier vor allem Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg (1694-1732), der, so Steuer, nicht nur Fürstpropst in Ellwangen und „ein Mann von Welt”, sondern unter anderem auch Erzbischof und Kurfürst von Trier und Mainz sowie Domher von Köln und Straßburg gewesen sei. Als Reichserzkanzler sei „Ihro fürstliche Gnaden“ in der Hierachie zudem direkt unter dem Deutschen Kaiser gestanden. In den 38 Jahren seiner Regentschaft habe Fürstpropst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg in Ellwangen mit damals gerade mal 1500 Einwohnern zahlreiche Spuren hinterlassen. Als Beispiele für die Gebäude, die unter dem Fürstpropst entstanden sind, nannte Matthias Steuer das heutige Rathaus und frühere Hospital zum Heiligen Geist, den Wiederaufbau der Schönenbergkirche nach einem Brand, die Errichtung des Jesuitenkomplexes mit der heutigen evangelischen Stadtkirche, den Bau des Kapuzinerklosters und heutigen Kinder- und Jugenddorfes Marienpflege sowie die im Jahre 1729 in Angriff genommene Umgestaltung der Stiftskirche St. Vitus in eine barocke Hofkirche.

Weiterhin verwies der Autor auf eine ganze Reihe kurioser Begebenheiten während der Regentschaft der 20 in Ellwangen regierenden geistlichen Herren. Besonders interessant dürfte darüber hinaus die ausführliche Darstellung der Prinzenerziehung im Hause Pfalz-Neuburg sein. Danach begann der Tagesplan des adeligen Nachwuchses um 6 Uhr in der Frühe und endete erst um 21 Uhr. Neben Bewegungsspielen und Sport standen auch Waffenübungen auf der Tagesordnung.

Die inhaltliche Bewertung des Buches erfolgte durch Dr. Manfred Saller. Der Experte hatte diesen Part für die erkrankte Landeshistorikerin und Gymnasiallehrerin a. D., Maria Würfel, übernommen.

© Schwäbische Post 22.04.2011



Steuer schreibt über Ellwanger Pröpste

ELLWANGEN / sj Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur beleuchtet Matthias Steuer, Leiter des Schlossmuseums, in seinem neuen Buch. Das Werk trägt den Titel „Ihro fürstliche Gnaden..“, es wurde am Dienstagabend im Thronsaal des Schlosses vorgestellt. Rund 120 Interessierte waren gekommen.

Joachim Renschler, der Vorsitzende des Geschichts- und Altertumsvereins, der neben dem Tourismusverein Ellwangen Herausgeber des Buches ist, freute sich über das neue Werk: „Es ist ein Gewinn für das Museum und den Verein.“ Das Buch greife Gedanken von Ludwig Joannis auf, der für das Ellwanger Jahrbuch 1914 die knappe Abhandlung „Die Äbte und Pröpste von Ellwangen in Wort und Bild“ geschrieben hat. Matthias Steuer habe solide und in mühevoller Kleinarbeit über Jahre hinweg recherchiert. Das Buch sei für Einheimische sehr wertvoll und für die Auswärtigen besonders interessant. Wilhelm Schiele, stellvertretender Vorsitzender des Tourismusvereins, sprach von einem „gelungenen Werk“. Dr. Manfred Saller trug die Rezenzion der erkrankten Gymnasialprofessorin a.D. und Landeshistorikerin Maria Würfel vor.


Überregionale Bedeutung

Matthias Steuer machte Appetit auf sein Buch und sprach die große überregionale Bedeutung Ellwangens im Alten Reich an. So war Fürstpropst Franz Ludwig von der Pfalz, der von 1694 bis 1732 regierte, Bischof von Breslau, Bischof von Worms und Erzbischof und Kurfürst von Trier und von Mainz. In Ellwangen habe dieser Fürstpropst viele Spuren hinterlassen, so verschönerte er das Schloss, errichtete das Hospital und baute die Schönenbergkirche nach dem Brand wieder auf. Nebenbei erfährt der Leser auch, wer mit sechs Zentnern der gewichtigste Ellwanger Regent war und welcher Propst bei einer Badekur entführt wurde.

Josef Schneider, Freier Mitarbeiter der Ipf- und Jagstzeitung/ Aalener Nachrichten
© Ostalb Medien GmbH - Ipf- und Jagst Zeitung/Aalener Nachrichten. Erschienen am 22.04.2011




Neues Nachschlagewerk schließt eine Lücke

Matthias Steuer stellt am kommenden Dienstag im Schloss sein neuestes Buch „Ihro fürstliche Gnaden ...“ vor

Lange hat er daran gearbeitet, jetzt ist es endlich fertig. Am kommenden Dienstag, 19. April, wird der Leiter des Ellwanger Schlossmuseums, Matthias Steuer, sein neuestes Buch „Ihro fürstliche Gnaden ... Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“ im Thronsaal des Schlosses vorstellen.

von Alexandra Rimkus

Ellwangen. Matthias Steuer mag Geschichte und Geschichten. Und genau das bietet auch sein neuestes Buch „Ihro fürstliche Gnaden ... Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“. In dem 355 Seiten starken Wälzer finden sich nämlich nicht nur umfassende biographische Fakten zu allen 20 Ellwanger Fürstpröpsten, die zwischen 1460 bis 1802 in Ellwangen regiert haben. Das Buch greift außerdem auch viele bunte Ereignisse auf, die sich abseits der großen Geschichte zugetragen haben. So erfährt man zum Beispiel über einen bei einer Badekur entführten Fürstpropst oder kann gedanklich mit Clemens Wenzeslaus auf Wildschweinjagd gehen. Auf diese Weise erlebt der Leser einen beschwingten Gang durch die Jahrhunderte, mit Themen wie Reformation, Hexenverfolgung, Dreißigjähriger Krieg, Absolutismus und Aufklärung. Das Ganze ist garniert mit zahlreichen Bildern sowie teils bisher noch unbekannten Abbildungen und Originalzitaten.

Etwas erstaunlich: Obwohl es bereits sehr viele Publikationen zur Ellwanger Stadtgeschichte gibt, ist dieses Buch tatsächlich das erste Nachschlagewerk, das einen kompakten Überblick zu allen 20 Fürstpröpsten bietet.

Und genau das war letztlich auch Steuers Antriebsfeder, als er vor sieben Jahren mit den Recherchen begann. Zum einen wollte er mit „Ihro fürstliche Gnaden ...“ die bestehende Lücke in der heimatgeschichtlichen Literatur schließen, zum anderen wollte er mit seinem neuesten Werk aber auch die enorme geschichtliche Bedeutung der Stadt Ellwangen zu Zeiten des Heiligen Römischen Reiches deutlich herausstellen. „Denn das ist selbst vielen Ellwangern heute nicht mehr bekannt“, sagt Steuer, dem es beim Schreiben von Beginn an wichtig war, seine Leser nicht mit einer „Fülle nüchterner Zahlen“ zu erschlagen. Bei aller Information sei „Ihro fürstliche Gnaden ...“ auch immer noch ein „Lesebuch“ und nicht nur eine Enzyklopädie.

Neben den Recherchen in diversen Archiven sollte sich für den Autor insbesondere die Suche nach einem Herausgeber schwierig und zeitaufwändig gestalten. Übernommen haben diese Aufgabe schlussendlich der Geschichts- und Altertumsverein Ellwangen und der Tourismusverein Ellwangen, unterstützt durch diverse Sponsoren. Dadurch konnte das Buch, nachdem es bereits zwei Jahre mehr oder weniger fertig in Steuers Schublade lag, nun endlich in Druck gehen. Das Buch in hochwertiger Ausführung wird mit einer Erstauflage von 1000 Stück erscheinen und kostet im Handel 29,90 Euro. Steuer hofft auf einen guten Absatz. Schließlich sollen die entstandenen Kosten für die beiden Herausgeber über den Buchverkauf refinanziert werden.

Bei der Buchvorstellung am kommenden Dienstag, 19. April, wird Matthias Steuer nach Grußworten von Joachim Renschler (Geschichts- und Altertumsverein) und Wilhelm Schiele (Tourismusverein) gemeinsam mit der Gymnasialprofessorin a.D. Maria Würfel in sein neues Werk einführen. Im Anschluss an die Buchvorstellung besteht die Möglichkeit, Bücher durch den Autor signieren zu lassen.

Neuerscheinung: Matthias Steuer: „Ihro fürstliche Gnaden .... Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“; erschienen 2011; 355 Seiten mit 230 Farb- und SW-Abbildungen; Hardcover-Einband, Preis 29,90 Euro; ISBN: 978-3-00-024630-2. Weitere Infos unter www.ihro-fuerstliche-gnaden.de.tl.

© Schwäbische Post 13.04.2011



Interview:

Die Fürstpröpste von Ellwangen geben sich die Ehre

Das Buch von Matthias Steuer spricht eine breite Leserschaft an – Es ist eine Mischung zwischen Lesebuch und populärwissenschaftlicher Arbeit

ELLWANGEN – „Ihro fürstliche Gnaden…Die Fürstpröpste von Ellwangen und ihre Kultur“, so heißt das neue Buch von Matthias Steuer, das am Dienstag, 19. April, um 18.30 Uhr im Thronsaal des Schlosses präsentiert wird. Josef Schneider sprach mit dem Autor und Leiter des Schlossmuseums über das Werk, das vor allem die Zeit zwischen 1460 und 1802/03 thematisiert.

Herr Steuer, warum haben Sie das Buch geschrieben?

Im Grunde waren es drei Anliegen. Sinn war es, eine zusammenfassende Schrift zu verfassen, mit einer kurzen Lebensbeschreibung aller 20 Fürstpröpste. Das gab es bisher in der Ellwanger Literatur noch nicht. Was für mich relativ erstaunlich war, denn das ganze Stadtbild geht auf die Fürstpröpste zurück. Außerdem sind wir ja jedes Jahr an den Heimattagen auf dem Schloss tatsächlich „beim Fürstpropst zu Gast“. Oft wird dann von Besuchern die Frage gestellt, was ist überhaupt ein Fürstpropst. Diese und ähnliche Fragen versucht das Buch zu beantworten.

Und die weiteren Anliegen?

Ein weiteres Anliegen ist es gewesen, die Bedeutung von Ellwangen im Alten Reich und die Verbindungen zu anderen Städten wie Trier, Mainz und Augsburg aufzuzeigen. Wir hatten ja Fürstpröpste, die die höchsten Ämter im Alten Reich innehatten. Bei Schlossführungen mache ich immer wieder eine gewisse Unkenntnis über die Fürstpröpste aus. Als drittes Anliegen wollte ich in erzählender Form und in einfacher, verständlicher Sprache anhand der Fülle der nüchternen Lebensdaten oder historischen Zahlen ein lebendiges Bild der Regenten und ihrer Zeit entstehen lassen. Gestreift werden unter anderem die Hexenverfolgungen, die Reformation, der Dreißigjährige Krieg, die Aufklärung und der Absolutismus. Deshalb finden sich in dem Buch immer wieder Geschichten und Ereignisse zwischen den Lebensbeschreibungen der Fürstpröpste.

Können Sie Beispiele nennen?

Zum Beispiel gehe ich solchen Fragen nach, wie: „Wie haben die Ellwanger den neu gewählten Fürstpropst auf dem Marktplatz gehuldigt?“, „Was hat es mit einem einäugigen Fürstpropst auf sich?“ und „Wie sah eine Audienz beim Fürstpropst auf dem Schloss aus?“. Die Leser können auch an der Wahl eines Fürstpropstes teilnehmen.

Wie würden Sie Ihr Werk einordnen?

Mein Buch ist für die breite Leserschaft gedacht, denn es ist eine Mischung zwischen einem Lesebuch und einer populärwissenschaftlichen Arbeit. Und es ist ein Kompendium, ein Nachschlagewerk mit einem umfassenden Quellenapparat.

Sie sind auch auf Ellwanger Äbte eingegangen.

Im Vorfeld habe ich einige wichtige Äbte des Benediktinerklosters mit reingenommen, weil es ohne das Kloster die Fürstpropstei gar nicht gegeben hätte. Insgesamt gab es in Ellwangen 48 Äbte und 20 Fürstpröpste.

Wie lange haben Sie an dem Buch gearbeitet?

Ich habe sieben Jahre lang daran gearbeitet, alles in der Freizeit, am Abend und im Urlaub. Ich habe aber schon vor 15 Jahren, als ich im Schlossmuseum angefangen habe, damit begonnen, Material über die Fürstpröpste zu sammeln, um die Ergebnisse bei den Führungen zu vermitteln. Das Buch ist sozusagen meine private Materialsammlung über die Fürstpröpste. Die Idee für das Buch stammte vom Publikum. Das 356 Seiten starke Buch enthält 230 Farb- und Schwarz-Weiß- Abbildungen. Es sind viele sehr qualitätsvolle und relativ unbekannte Abbildungen von Ellwangen, die in den Archiven lagern, zum Beispiel ein Kupferstich aus dem 17. Jahrhundert mit den Ellwanger Stiftsheiligen, die über der Stadt thronen. Ich hatte Kontakt mit sehr vielen Archiven.

Sie haben ein umfangreiches Quellenstudium betrieben. Haben Sie sich auf das Staatsarchiv beschränkt?

Meine Quellen waren oft Quellen, die schwer und nicht für jeden zugänglich sind. So habe ich zum Beispiel Kontakt gehabt mit dem Archiv des Bistums Augsburg, dem Stadtarchiv in Aachen, dem Historischen Archiv des Erzbistums Köln und dem Dom- und Diözesanarchiv in Mainz, und natürlich mit dem Staatsarchiv Ludwigsburg.

Info: Das Buch hat eine Auflage von 1000 Exemplaren. Herausgeber ist der Geschichts- und Altertumsverein in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein. Ab Mittwoch, 20. April, ist das Werk im Buchhandel, an der Tourist-Information im Rathaus und im Schlossmuseum erhältlich. Es kostet 29,90 Euro. Zur Präsentation des Buches am Dienstag, 19. April, um 18.30 Uhr im Thronsaal des Ellwanger Schlosses ist die Bevölkerung eingeladen.

Josef Schneider, Freier Mitarbeiter der Ipf- und Jagstzeitung/ Aalener Nachrichten
© Ostalb Medien GmbH - Ipf- und Jagst Zeitung/Aalener Nachrichten. Erschienen am 16.04.2011

 
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Weitere Artikel sind in folgenden Publikationen erschienen:
(s. auch unter Rubrik "Links")


* magisch, Nr. 11/2013, Seite 28, 30

* Ostalb Ratgeber, März 2013, Seite 2

* Hier. Unterwegs. Ostalbkreis. Gästemagazin, 01/2013, Seite 32 - 33

* magisch, 11/2012, Seite 29

* magisch, 9/2012, Seite 34, 38

* Schwäbische Heimat, 2011/3, Juli - September, Seite 387

* Verwaltungszeitung Baden Württemberg, Nummer 4, September 2011, Seite 15

* museums.brief. Nachrichten aus Museen und Sammlungen in Baden-Württemberg, 02.2011, Seite 20





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